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Ok, I got it
Der richtige Ton - Filmtonmeister bei "Die Wilden Kerle 5"

In ihrem neuesten Kinoabenteuer müssen sich die Wilden Kerle Vampiren stellen. Es kommt zum entscheidenden Fußballmatch. Die Spannung ist auf dem Höhepunkt. Die Kerle rufen einander ihren Schlachtruf zu und - der Kinozuschauer kann kein Wort verstehen. Ein Grauen für jeden DWK-Fan! Damit genau das nicht passiert, wird bei den Dreharbeiten zu einem Film genau auf den Ton geachtet.
Am Filmset von „Die Wilden Kerle - Hinter dem Horizont“ ist dafür Filmtonmeister Eckhard Kuchenbecker verantwortlich. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die Texte aufzunehmen, die die Schauspieler sprechen. Das hört sich leichter an, als es ist: An einem Drehort von DWK 5 gab es zum Beispiel Geräusche von vorbeifahrenden Zügen und die will im Film natürlich keiner hören.

Eckhard braucht einige Hilfsmittel, um einen richtig guten Ton machen zu können. Die Tonangel oder auch Boom genannt ist Eckis wichtigstes Arbeitsgerät: Das ist ein Mikrofon an einem langen ausfahrbaren Stab, damit wird der Ton „geangelt“. Die Tonangel muss möglichst nah an den Schauspielern sein, darf aber nicht ins Bild ragen oder einen Schatten werfen. Ein anderes Mikrofon, das Eckhard braucht, ist das Funkmikro oder auch Mäuschen genannt. Das ist ein winziges Mikrofon, das direkt in der Kleidung oder den Haaren der Schauspieler versteckt wird. Der Ton wird dann von einem Sender übertragen. Mit dem Mäuschen kann man die Sprache der Schauspieler besonders gut hören. Bei einem Außendreh sind Windgeräusche störend für den Ton. Deshalb braucht das Mikrofon einen Windschutz. Außerdem gibt es noch den Popschutz oder auch Plopschutz genannt. Der heißt so, weil es im Ton „Plop“ macht wenn man ein „P“ ausspricht.


Am Set sind ständig verschiedene Mikrofone im Einsatz, die aber nicht zu sehen sein dürfen und auch die Schauspieler nicht beim Spielen behindern dürfen. Von den „Wilden Kerlen“ Raban Bieling und Kevin Iannotta und dem Vampir Sandro Iannotta erfährt Juri, dass die Schauspieler manchmal sogar vergessen, dass sie ständig zuhören sind und dabei entgeht Filmtonmeister Ecki kein einziges Wort.


Die von den Mikrofonen eingefangenen Töne landen an Eckis Tonturm. Hier hat jeder Schauspieler eine eigene Tonspur und Ecki regelt die Lautstärke und die Klangfarbe. Das ist wichtig, denn die Klangfarbe jeder einzelnen Stimme soll über den gesamten Film gleich bleiben, egal an welchem Ort gerade gedreht wird. Alle aufgenommenen Töne werden auf einem Festplattenrecorder aufgezeichnet. Erst später gehen der Ton und das Material von den Kameras in den Schneideraum, um dort synchron gelegt zu werden.

Falls in einer Szene doch einmal störende Geräuschen zu hören sind, wird sie nachträglich synchronisiert. Das bedeutet, dass die Schauspieler später im Synchronstudio die ganze Szene noch einmal nachsprechen. Die ist dann bereits fertig geschnitten und wird nur noch um den richtigen Ton ergänzt.

Wie Eckhard seine Arbeit gemacht hat und ob der Ton der Wilden Kerle im Film auch tatsächlich gut zu hören ist, könnt ihr ab 21. Februar selbst beurteilen. Ab dann läuft „Die Wilden Kerle - Hinter dem Horizont“ nämlich in den Kinos.
Bis zum nächsten mal